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Escrima

Zusammenfassung

Rene Latosa als Lehrer, war nie einer, der sich verstecken wollte oder davon Abstand nehmen wollte, das zu lehren, was er gelernt oder entwickelt hatte. Es gibt keine Geheimnisse im Latosa Escrima. Rene Latosa glaubt, dass, wenn eine Person Informationen zurückhält, und er die nächstfolgende Person unterrichtet und diese dann beim Unterrichten ebenfalls Informationen zurückhält, bleibt nichts Substantielles mehr übrig, was es wert ist, unterrichtet zu werden. Rene Latosa findet, dass die Idee, Information zurückzuhalten mit der Unsicherheit des Ausbilders zusammenhängt. Der Ausbilder würde immer noch etwas haben, um es gegen seine Schüler zu benutzen.Die Schüler von Latosa Escrima bemühen sich um Kreativität, Innovation und trainieren sehr hart. Latosa Escrima wird immer in Entwicklung sein. Solange Schüler das Latosa Escrima lernen, wird das System sich weiter entwickeln. Es ist ein fortschrittliches, herausforderndes und anpassungsfähiges System. Die einfache Anwendung des konzeptionellen Lernens wird den philippinischen Kampfkünsten helfen auch in der Zukunft gute Escrimadors zu hervorzubringen.

Escrima stammt von den Philippinen, wo es auch die Bezeichnung „Arnis de Mano“ oder „Kali“ getragen hat. Seit dem Verbot der Spanier, als diese die Philippinen eroberten, wurde es, trotz der späteren Wiederaufhebung des Verbotes durch die Amerikaner, als Geheimkunst praktiziert. Rene Latosa studiert und lehrt die philippinischen Kampfsportarten seit über 25 Jahren. Er begann sein Training 1968 bei der Stockton Escrima Academy in Stockton, Kalifornien. Dort lernte er von Trainern wie Dentoy Revilar (Serrada), Maximo Sarmiento (Kadena de Mano), Leo Giron (Largo Mano), besonders Angel Cabales (Serrada) und schließlich seinem Vater.

Escrima gab es schon immer auf den Phillipinen. Die Einwohner der Inseln mussten es immer vor Eindringlingen verborgen halten. Sie entwickelten künstlerische Tanzformen, um diese später zum Escrima, „Arnis de Mano“, Kali und wie sie alle heißen, umzuwandeln. Die Formen der Kampfkunst versteckten sich also unter künstlerischen Darbietungen um überleben zu können und später wieder als Kampfkunst ans Licht zu treten. Auf diese Weise trieb die Verdunkelung der Kampfkunst die Künste, wie den Tanz, Theater, Komödien und Tragödien voran und beeinflusste die graziösen Bewegungen, wodurch das wahre Wesen vermittelt wurde. Dieses Wesen ist die Kampfmethode selbst, denn letztendlich hatte man es immer mit einem kriegerischen Kampfsystem zu tun, das sich in einer künstlerischen Umsetzung verbarg.

Rene Latosa begann im Alter von 17 Jahren mit dem Escrima. Eigentlich wollte er Judo, Karate oder eine der Kampfsportarten lernen, die man aus dem Kino kannte. Die jungen Leute ließen sich stark von der Werbung sowie von Anzeigen etc. beeinflussen. Auch Rene war nicht ganz frei davon. Also bat er seine Eltern um etwas Geld, um sich in einem Judo oder Jiu-Jitsu Club anmelden zu können, denn das machten auch alle seine Freunde. Leider weigerten sich seine Eltern ihm das Geld für die Ausübung eines Kampfsportes zu geben. Sein Vater schlug ihm vor, ihn zu unterrichten und ihm eine andere Technik zu zeigen. "Ehrlich gesagt Vater, ich glaube davon hast du keine Ahnung. Also, erzähl mir keine langen Geschichten.... warum gibst du mir nicht einfach das Geld, damit ich mich zu einem Kurs anmelden kann?" war die Antwort. Seine Mutter erzählte ihm, dass es da schon seit vielen Jahren einen philippinischen Freund gäbe, der eine Akademie besaß. Sie gab Rene seine Visitenkarte und riet ihm, er solle es sich einfach mal anschauen und sehen wie ihm die philippinischen Kampfkünste gefallen würden. Der Name des Freundes war Angel Cabales.

Er war einverstanden und besuchte die Akademie. Gleich beim Eintreten traf er Angel, den er selbst auch schon lange Zeit kannte. Mit einer Zigarette im Mund und einem Stock in der Hand wies er Rene an näher zu treten. Rene wollte eigentlich nur mal sehen, was Angel so machte, doch er bekam einen Stock und die Anweisung: „Schlage mich damit!" Gesagt getan, doch als Rene ihn angreifen wollte, ergriff Angel mit erstaunlicher Leichtigkeit Renes Arm und hebelte ihn. "Ups", dachte er "das ist ja interessant". Man muss erwähnen, dass Rene ungefähr 1,80m groß war und Angel ca. 30cm kleiner war. Beeindruckt fing Rene an in Angels Akademie zu trainieren.
Es gab vier Instrukteure, Denton Revilar, Angel Cabales, Max Sarmiento und Leo Girón – große Namen in der philippinischen Kampfkunst. Es gab allerdings nur zwei Schüler: eine andere Person und Rene. Es vergingen sechs Monate, bis sich ein weiterer Schüler anmeldete.Das Training wurde nicht formell durchgeführt, es gab keine Befehle oder dergleichen. Wenn man vorbereitet war, dann wurden die neuen Instruktionen gegeben, bzw. wurde einem etwas neues gezeigt und das hat man dann gelernt. Die Akademie wurde im Laufe der Zeit immer populärer und auch die Zahl der Schüler stieg stetig an. Dadurch, dass die Akademie immer bekannter wurde, konnten sich auch die philippinischen Kampfkünste bald einen Namen machen und sich einem breiteren Publikum öffnen. Viereinhalb Jahre ging Rene in der Akademie ein und aus und war bei allen Vorführungen zugegen, leitete Kurse und wurde bald zum Chiefinstrukteur, während die anderen nach und nach die Akademie verließen. Zu dieser Zeit lernte und trainierte Rene auch viel für sich selbst. Eines Tages kam sein Vater darauf zu und Rene bat ihn, er möge Rene bitte mit dem Stock angreifen, weil diese Übung für sein Training wichtig sei. Er bräuchte für seine Übungen einen Assistenten.Renes Vater kam wollte das nicht tun. „Ich könnte dich verletzen.“ Sagte er. „Ach was, Du kannst mich gar nicht verletzen. Schließlich bin ich der beste Trainer der Akademie“ antwortete Rene. Nach einigem hin und her, stimmte Juan Latosa Schließlich zu. Nach dem ersten Angriff, hatte Rene eine Beule. „Blöder Unfall, ich muss besser aufpassen.“ Dachte Rene. Der zweite Angriff trug Rene die zweite Beule ein. „Zu dumm, ich muss noch besser aufpassen.“ Waren Renes Gedanken. Nach kurzer Zeit war Renes Kopf von Beulen übersäht. Rene schwante, dass irgend etwas an seiner Technik fehlte. Er begriff, dass er seinen Vater unterschätzt hatte. Juan eröffnete ihm, dass das Escrima in der Familie Latosa eine lange Tradition hatte. Rene erfuhr, dass sein Großvater Esteban ein gefürchteter Gesetzloser war, der im Kampf immer gesiegt hatte. Er lernte, dass es weniger an der Technik sondern am Fehlen von Konzepten lag. So ließ sich Rene von seinem Vater unterrichten. Rene fing an alles störende weg zu lassen und fügte nützliche Aspekte hinzu. Aus all dem wurde dann das Latosa Escrima geboren.Irgendwann luden Bill Newman und Brian Johnson ihn ein, eine Kung Fu Schule zu besuchen und dort zu Trainieren. Mit Bill Newman zusammen fing Rene an, sein Escrima in alle Welt zu verbreiten. Rene legte sein System so an, dass es keine Grenzen gibt. Er selbst praktiziert und unterrichtet mit dem Stock und den traditionellen phillipinischen Waffen. Einige Amerikanische Schüler benutzten zusätzlich Säbel. Bill Newman arbeitet mit sehr schweren mittelalterlichen Waffen. Alles ist richtig, wenn man nicht die Konzepte aus den Augen verliert. Escrima definiert sich nicht durch eine bestimmte Technik, sondern durch das Zusammenspiel der richtigen Konzepte