Escrima
Aus heutiger Sicht

In den frühen Stufen der Entwicklung des Latosa Escrima, waren die kraftvollen Techniken der Schlüssel, die Idee der Anwendung der Konzepte war hingegen sekundär. Als die Konzepte der Schlagkraft: harte Abwehren, Übertragbarkeit auf die verschiedensten Waffen, Gleichgewicht und Haltung immer dominierender wurden und entwickelte sich für das System eine neue Sicht. Es war sehr wichtig, positiv und überzeugt von dem zu sein, was man bisher erlernt hatte. Dies erwies sich als Vorteil in einer gefährlichen Situation. Diese frühe Stufe des Latosa Escrima war wirksam und trug zum Ruf seiner kämpferischen Schüler bei. In seinen Klassen in San Francisco lehrte Rene Latosa jedem seiner besten Schüler unterschiedliche konzeptionelle Stile mit einer Spezialisierung (lange Stöcke, Messer, doppelte Stöcke, Kontaktkampf, Schwerter, etc.). Sein Ziel war sicherzustellen, dass die Schüler zusammenarbeiteten.Somit kannte jeder Schüler ein Stück des Rätsels, aber keiner konnte behaupten, dass er alles kennt. Das Produkt, Latosa Escrima, schien nicht vollständig. Es gab ein noch unbekanntes Element, das die philippinische Kunst von allen anderen Kampfkünsten unterscheidet und sie mit allen Kampfkünsten verbindet. Es waren nicht die Techniken, da die Techniken der meisten Kampfkunstsysteme verschieden sind.Es war nicht die Möglichkeit, von den "leeren Händen" zu "den Stöcken" zu wechseln.Was genau war es dann? Die Suche nach der Antwort wurde die treibende Kraft in der Entwicklung des Latosa Escrima. Es waren die Konzepte, die eine wichtige Rolle in der Wirksamkeit der philippinischen Kampfkünste als Ganzes spielen mußten. Rene Latosa benutzte immer Kampfkonzepte kombiniert mit den Techniken. Die Techniken wurden die Werkzeuge, um die wichtigen Konzepte zu lernen. Rene Latosa ist fest davon überzeugt, daß sein System in jeder gegebenen Situation, unabhängig von der Person, die sich in verschiedenartigen Gefahren befinden kann, funktioniert. Er hat die meisten seiner Spitzenausbilder ermächtigt, Lehrmethoden von dem zu entwickeln, was er selbst gelehrt hat. Er ist ein Visionär und der Führer des Systems. Wenn einer seiner Ausbilder meint, dass er eine neue Technik oder ein neues Konzept aufgedeckt hat, welches Sekunden schneller zum Ziel führt, ohne andere Eigenschaften zu vernachlässigen, dem hat Rene Latosa seine Erlaubnis gegeben, es in seinen Unterricht aufzunehmen. Die Grundidee des Systems beruht auf den Konzepten von Bewegung, Gleichgewicht, Geschwindigkeit, Kraft, Fokus und Haltung. Das Rückrat des Systems,soweit es um Techniken geht, ist das System, was als das Kasten-System bekannt ist. Es besteht aus fünf Bewegungen, nicht Blöcke oder offensive/defensive Bewegungen, sondern nur Bewegungen. Diese Bewegungen können so aussehen, als seien sie Blöcke, aber in Wirklichkeit sind sie Einmischungsschläge. Die Idee ist, die Bewegungen zu verstehen und sie dann mit allen Konzepten, die im Latosa Escrima gelehrt werden, zu verbinden. Mit nur fünf Hauptbewegungen ist das System einfach, aber die Vielfalt ist endlos.